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Ian Somerhalder als Christian Grey? Nein danke!

Vor wenigen Tagen hat der offizielle Trailer der Buch-Verfilmung Fifty Shades of Grey für viel Aufregung gesorgt. Hatte der BDSM-Bestseller den Literaturmarkt tief erschüttert, so soll der Film im Frühjahr 2015 die Sensation des Kinojahres werden… Fifty Shades of Grey ist wieder omnipräsent in Medien und Internet: Auf der einen Seite die Millionen Leser und Fans, die das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnten (und wollten) und dem Film nun entgegenfiebern, auf der anderen Seite die Kritiker, denen die Story schlicht zu platt und zu effekthascherisch ist.

Ihr ahnt es: Auch ich habe das Buch gelesen, wieso sollte ich sonst darüber bloggen?

Ungefähr vor einem halben Jahr hatte mich meine beste Freundin – ein großer Fan des Buches – endlich überzeugt, es zu lesen. Ich hatte lange gezögert, Fifty Shades of Grey zu lesen, weil reine Erotik-Stories eigentlich nicht mein Genre ist. Trotzdem hatte ich es in einem Zug durch – kurzweilig ist es unbestritten. Als ich nun den Trailer sah – in der Hauptrolle Jamie Dornan als Christian Grey – war ich ehrlich erleichtert. Bis vor kurzem noch war Ian Somerhalder einer der Favoriten, der den dominanten Multi-Millionär verkörpern sollte. Und viele Ian-Fans hätten ihn gerne in dieser Rolle gesehen.

Nicht ich.

Zugegeben, Ian Somerhalder spielt Damon Salvatore hinreißend. Böse, düster, leidenschaftlich – so wie Christian Grey sein soll: Er ist bedrohlich, allein sein Blick lässt Menschen vor Furcht und Ehrfurcht den Atem stocken. Christian Grey ist tiefgründig, faszinierend, intelligent und dominant. Und das fleischgewordene Abbild eines griechischen Gottes. Ich gebe zu: Welche Frau steht nicht insgeheim auf solche Männer? Nicht umsonst klingt diese Beschreibung nach meinem  Aleksay Komanrov aus City Vampire – Nacht über New York und natürlich auch nach Vampir George Tramente aus Lost Vampire.

Doch ich will ehrlich sein: Nichtsdestotrotz mag ich Christian Grey nicht.

Natürlich ist er sexy und düster, aber mir gefällt es nicht, dass er grundsätzlich allen Frauen und sogar „seiner“ Ana gerne Leid zufügt. Am Ende verletzt er sie – körperlich und seelisch. Er legt in Verträgen fest, wann „seine Frau“ essen, trinken und schlafen darf – und wie viel. Geht’s noch? Er ist ein Kontrollfreak und somit bröckelt das beschriebene Idealbild bei mir ganz gewaltig.

Ian Somerhalder als Christian GreyDas passt doch nicht zu unserem Tierschützer und Gentleman Ian Somerhalder – das klingt noch nicht einmal nach dem bösen Vampir Damen Salvatore, der für seine Liebe Elena alles tun würde. Und zu guter Letzt im Hinblick auf Glaubhaftigkeit in Bezug auf die Rolle Christian Grey: Ian / Damon würde seiner Liebsten nicht den Tampon rausziehen – no way – das will ich nicht sehen – auch wenn die berühmte Tampon-Szene im Buch wirklich wichtig war – mir und vielen anderen Leserinnen ging das zu weit.

Also: Ian Somerhalder als Christian Grey? Nein danke.

Und was meint ihr?

3 Kommentare

  1. Taluscha
    20 Aug 2014

    Jamie ist perfekt gewählt. Mir gefällt das Buch erst seit ich ihn als Grey gesehen habe. Freue mich auf den Film.

    • Drapegon (Petra)
      24 Aug 2014

      Um den ganzen Shades of Grey Hype verstehen zu können, müsste man sich durchringen alle Drei Bände zu lesen und sich mit dem Thema BDSM mehr auseinanderzusetzen. Ian Somerhalder gefällt mir als Vampir besser wesentlich besser und möchte ich auch so in Erinnerung behalten.

  2. Milli
    4 Sep 2014

    Beth, du triffst den Nagel auf den Kopf!
    Einerseits würde ich Damon/Ian schon auch gerne mal in anderen Rollen sehen – und vor allem im Kino! Aber ehrlich gesagt wollte ich ihm andererseits nicht dabei zuschauen, wie er Frauen verprügelt – dann lieber weiterhin heißer Vampir-Sex bis in alle Ewigkeit!

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