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Leseprobe: Tödliches Blut 2

Nachdem ich im Jahr 2012 meine erste Geschichte Tödliches Blut veröffentlicht habe, erhielt ich bis heute viele Leseranfragen, wie es denn nun eigentlich mit dem charismatischen Vampir Nicholas und der cleveren Wissenschaftlerin Sophie weitergeht.

Nun ist die Fortsetzung der Geschichte fast fertig und „Tödliches Blut 2“ wird endlich im Frühjahr 2014 erscheinen! Ob es für Nicholas und Sophie ein Happy End gibt, kann ich euch natürlich noch nicht verraten… Aber ich kann euch schon jetzt mehr Blut, mehr Sex und mehr Action versprechen!

Und weil Weihnachten vor der Tür steht, könnt ihr hier vorab in einer exklusiven Leseprobe schmökern und euch die Wartezeit verkürzen!

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche euch ein wundervolles Weihnachtsfest und einen romantischen Start ins neue Jahr 2014 – und nun: Viel Spaß beim Lesen!

Leseprobe – Tödliches Blut 2 

„Wie sehr musst du dich zurückhalten, um mich nicht zu verletzen?“ Sophie versuchte, den Tumult in ihrem Kopf in eine klare Frage zu gießen.

„Es ist eine Gewohnheitssache“, hörte sie Nicholas so nah an ihrem Ohr antworten, dass sich ihre Nackenhärchen aufstellten. „Wie der Umgang mit einem Schwert – für Ungeübte ist es sehr schwer, es zu führen – für einen Krieger dagegen viel leichter.“

„Und wie schwer ist es gerade jetzt, die Klinge zu führen?“, ließ sich Sophie auf seine Metapher ein.

„Ich bin ein sehr guter Schwertkämpfer.“ Der Vampir lächelte verführerisch und selbstbewusst.

„Ist das so?“

„Ausgezogen unter Richard Löwenherz, um das Heilige Land von den Heiden zurückzuerobern.“ Für den Bruchteil einer Sekunde spiegelte sich der jahrhundertealte Schmerz der Erinnerung in Nicholas ansonsten so perfekten Gesichtszügen.

Sophies Hand wanderte vorsichtig hinauf, um tröstend seine kühle Wange zu berühren.

„Ich fühle mich sicher bei dir“, flüsterte sie dann und ihre Berührung schien seine Gedanken wieder ganz auf das Hier und Jetzt zu lenken.

„Es ist gefährlich für dich in meiner Nähe zu sein. Du solltest weglaufen, solange du noch kannst – und solange ich dich gehen lasse“, warnte der Vampir mit einem gefährlichen Klang in seiner Stimme, der Sophie fremd war. Zerspringender Ton. Sie ließ ihre Hand zu den kantigen Zügen seines Kinns gleiten und schließlich den Hals hinab.

„Warum hast du mich gebissen bei unserem Abschied?“

Sie spürte die Anspannung in seinen Muskeln und als sie den Kopf neigte, um seinen Blick einzufangen, funkelten seine Augen wie zwei Silbermünzen im Vollmond.

„Weil ich dich nicht vergessen wollte“, gab Nicholas ehrlich zu.

Seine Pupillen weiteten sich augenblicklich, als Sophie plötzlich in quälender Langsamkeit den Reißverschluss ihres Cardigans öffnete und aus dem linken Ärmel schlüpfte.

„Tu‘ es noch einmal, Nicholas.“

Kaum hatte sie das verführerische Angebot ausgesprochen, spürte sie, wie der Vampir sie mit unmenschlicher Stärke und übernatürlicher Geschwindigkeit durch den Raum trug, hinüber zum Bett, wo er sie sanft in die Kissen drückte. Am Rande ihrer Sinne hörte sie etwas klirren.

Dann durchbohrten schon messerscharfe Fänge die zarte Haut in Höhe ihrer Halsschlagader und der stechende Schmerz elektrisierte sie. Sophie glaubte, die Kontraktion ihrer Muskeln gegen seine Reißzähne zu spüren. Die knisternde Hitze wanderte augenblicklich vom Hals bis in ihren Unterleib. In einer widersinnigen Reaktion drängte sie sich fester an ihn, zeichnete mit den Fingernägeln die Konturen seines Rückens nach. Alles löste sich in Farben und Details auf, während der Vampir einen Bruchteil ihres Lebens aus ihren Adern saugte. Es mochte eine Ewigkeit oder nur eine Sekunde gewesen sein, bis er von ihr abließ und sie verschwommen sein markantes Gesicht in den Blick fasste. Sie genoss das zufriedene Gefühl in ihrem Innersten, ihn mit ihrer Offerte überrascht zu haben, während sie seine gebleckten Zähne und ein winziges Rinnsal Blut an seiner Unterlippe wahrnahm.

„Dein Geschmack ist betörend“, raunte Nicholas mit tiefer Stimme.

Er lehnte seine Stirn an die ihre. In diesem Augenblick fühlte Sophie die rohe Gewalt, welche unter seiner Haut schlummerte, selbst durch diese sanfte Berührung. Doch der Vampir hatte sich unter Kontrolle und Sophie dachte jetzt nicht im Entferntesten ans Weglaufen.

„Ich hab Whiskey in den Adern“, murmelte sie, und genoss den Funkenflug, der sie von der Nasen- bis zur Zehenspitze in Brand setzte. Das Gefühl, das sein Biss hinterlassen hatte, wanderte glühend durch ihre Adern und jedes Härchen ihres Körpers stellte sich erneut in Erregung auf. „Bin drei Blöcke von einer Jameson-Destillerie aufgewachsen.“

„Mmmh, ich will mehr davon.“ Nicholas würde sich in dieser Nacht nicht mit ihrem Blut zufrieden geben. Seine Zunge glitt über die kleine Wunde an ihrem Hals und dann hinauf, bis seine Lippen endlich die ihren fanden, und Sophie schmeckte das metallische Aroma von Eisen, welches ihr heißes Blut hinterlassen hatte.

 

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